Chili sind gesund !

Die gesundheitlichen Aspekte:

Chilis enthalten in etwa die gleichen Inhaltsstoffe wie Paprika die Unterscheidung liegt vor allem an den Scharfstoffen.10002 israelischer Riese.1 jpg

In 100 g Fruchtfleisch sind 110 bis 160 mg Vitamin C enthalten, etwa doppelt soviel wie in Zitronen. Chilis kommen damit der Acerola- Kirsche nahe. Um davon zu profitieren, darf man sie eigentlich nicht stark erhitzen oder trocknen. Rund 35 g frischer Chilis decken den Tagesbedarf an Vitamin C, ein Teelöffel voll den an Vitamin A! Und da es durchaus milde Chilisorten gibt steht der häufigeren Verwendung, vor allem in Salaten und Smoothies nichts im Wege.

Das wohl hartnäckigste Urteil über Chilis ist, Chilis seien Geschmackstöter.
Interessanterweise wirkt die Chilischärfe aber nicht betäubend auf die Geschmacksrezeptoren. Somit verliert sich der Geschmack von Speisen nicht durch die Schärfe. Im Gegenteil, es mobilisiert die anderen Geschmacksnerven, so dass es zu einer Geschmacksverstärkung kommt.
Die intensiven „Scharf“- Meldungen der Nervenzellen können allerdings anfangs die Geschmackswahrnehmung überlagern, bis man sich an die Schärfe gewöhnt hat. Leider lassen sich viele Menschen durch das Brennen entmutigen und probieren nie genug Chilis um die Anfangsprobleme zu überwinden. Entgegen landläufiger Meinung schützt Capsaicin die Magenschleimhaut vor aggressiven Stoffen. Die Einstellung, dass Chilischärfe bei Magenerkrankungen nicht gut für ihren Magen und daher unbedingt zu meiden sei, ist schlicht weg falsch. Bei einem Versuch mit Aspirin wurde festgestellt, dass die durch Aspirin verursachten Verätzungen der Magenschleimhaut durch 20 g Chili wesentlich reduziert wurden.

Was tun, wenn’s brennt?
Da Capsaicin schwer in Wasser löslich ist, hilft es wenig Wasser zum Löschen einzusetzen. In Ölen und Alkoholen ist es gut löslich und das Kasein in Milchprodukten löst es gut von den Schmerzrezeptoren. Heiße, kohlensäurehaltige und saure Getränke sollte man vermeiden. Ebenso Hochprozentiges, da die durch die Schärfe stark gereizten Nervenzellen auf Alkohol überempfindlich reagieren. Abschliessend noch eine Vorsichtsmaßnahme im Umgang mit den Früchten: Nach dem Verarbeiten von sehr scharfen Chilis gründlich die Hände waschen (vor allem auch unter den Nägeln!) Alkohol löst die Scharfstoffe noch besser. Oder Sie verwenden Gummihandschuhe. Beim Anbraten können atemberaubende Chilidämpfe entstehen. Gut lüften oder Dunstabzug einschalten!

Updated: 6. März 2016 — 11:58
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