Seit Jahren ist die Blumenschule
Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau
Bundesprogramm Ökologischer Landbau
Ein Netzwerk von Bio-Höfen
Ziel der Bundesregierung ist es, die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche deutlich auszuweiten. Erreicht werden soll ein gleichgewichtiges, dynamisches und nachhaltiges Wachstum von Angebot und Nachfrage bei Bio-Produkten. Die im Bundesprogramm vorgesehenen Maßnahmen setzen daher auf allen Ebenen von der Erzeugung bis zum Verbraucher an. Den abgebildeten Flyer können Sie sich hier herunterladen.
Alles Wissenswerte zum ökologischen Landbau und den Demonstrationsbetrieben finden Sie unter
www.oekolandbau.de bzw. www.demonstrationsbetriebe.de
Wir sind dem Naturland-Verband angeschlossen.
![]()
Warum biologischer Anbau von Blumen?
Unserem Körper wollen wir nur das Beste und Gesündeste bieten, das ist doch klar. Deshalb kaufen wir unser Gemüse und unsere Lebensmittel im BIO-Laden oder beim BIO-Bauern. Das aufgebrachte Siegel garantiert uns gesunde Lebensmittel, frei von chemischen Dünger- und Pflanzenschutzmitteln. Soweit so gut, doch ist das allein schon BIO, reicht es aus, wenn die Lebensmittel und das Gemüse biologisch angebaut werden?
Als ich im Sommer 2003 im Manangtal war, einem Hochtal im Himalaya 3500 m hoch gelegen, nur zu Fuß oder mit dem Flugzeug erreichbar, einem „motorfreien“ Tal, wo es selbst elektrischen Strom nur jeden zweiten Tag gibt, erlebte ich, wie Menschen überwiegend von dem leben, was auf ihren Feldern wächst, ergänzt mit Grundnahrungsmitteln die per Muli antransportiert werden. Das verwendete Saat- und Pflanzgut entstammt der letztjährigen Ernte, gedüngt wird mit wirtschaftseigenem Mist, aller entstehende Abfall kann kompostiert werden. Das Leben wird von den Rhytmen der Natur, den Jahreszeiten bestimmt. Soweit keine Konsumgüter und Cola-Dosen und ähnliches als Müll anfallen ist dort tatsächlich alles BIO. Kreislaufwirtschaft nennt sich das, jahrtausendelang auf der ganzen Welt im Einklang mit der Natur praktiziert – hat immer gut funktioniert und die Menschen waren und sind ausgeglichen und zufrieden.
Hochkulturen entstanden dort, wo Flüsse bei regelmäßigen jährlichen Überschwemmungen große Flächen überschwemmten und durch den mitgeführten Schlick besonders fruchtbare Ackerflächen hinterließen, am Nil, am Jangtsekiang, an Euphrat und Tigris. Das ergab drei große Ernten pro Jahr von denen die heutige Landwirtschaft nur träumen kann. Wasser, der Schlick, eine gute Kompostwirtschaft und die Beachtung der natürlichen Rhytmen waren die Grundlage für funktionierenden Anbau, von uns heute BIO-Anbau genannt. Um ökologisch zu wirtschaften braucht es mehr als nur die Vermeidung von mineralischem Dünger und chemischem Pflanzenschutz, es braucht Kultur.
Zuerst ist es die Beachtung der Jahreszeiten, der natürlichen Rhytmen, dazu gehören auch die Mondzeiten. Diese Beachtung verschafft uns selbst Struktur und Ordnung, aus der heraus wir dann sicher und entschieden zum für uns richtigen Zeitpunkt bewußt und verantwortlich handeln. Damit stimmt der äußere Rahmen. Jetzt geht es um die Materie. Die Pflanze ist ein System, das sich selbst nach einem inneren Plan organisiert. Jede Pflanze hat dabei ein Regelsystem, das auf Reize von Außen so reagiert, wie es zur Selbsterhaltung und Selbstentfaltung für sie am günstigsten ist. Dafür entwickelt eine Pflanze bestimmte Inhaltsstoffe und Kräfte, die sie später dem Menschen zu seinem Nutzen zur Verfügung stellt. Je schwieriger ihre Lebensbedingungen sind und je besser eine Pflanze mit ihren Lebensbedingungen zurecht kommt, desto stärker sind ihre Kräfte, die sie weiter geben kann. Deshalb erfahren wir die Heilkräfte vieler auf kargem Boden wachsender Pflanzen als besonders wertvoll und nützlich.
Gleiches gilt für Gemüse, dort erkennen wir am besonders würzigen, guten Geschmack leicht den Unterschied zu überzüchteten oder überkultivierten Pflanzen. Der Boden, das Wasser, die Luft, also die Umgebung der Pflanze und die Herkunft und Art des Saat- oder Pflanzgutes hat entscheidenden Einfluß, deshalb ist es wichtig, bei allen Pflanzen darauf zu achten. Jeder technische Eingriff des Menschen in die Natur führt zu nachhaltiger Veränderung der Wachstumsbedingungen für die Lebewesen, Pflanzen, Tiere und Menschen. Werden Tiere durch Gifte getötet, werden Organismen durch Gifte vernichtet, wird der Boden durch massive Störung des Bodenlebens geschwächt dann gerät die Umgebung aus dem Gleichgewicht, wird zur Gegenreaktion herausgefordert und statt Harmonie, ausgewogenes Miteinander und Ordnung entsteht Kampf und Unordnung. Die Menschen spüren das, ganz subtil und fein nur, aber doch. Es macht früher oder später krank, genauso wie intakte Natur, Naturerleben in Schönheit und Harmonie gesund und stark macht.
Der Mensch kann das durch seine Willenskräfte, seine Vorstellungswelt und seine positive Einstellung korrigieren oder mildern. Langfristig aber macht es ihn aggressiv und unglücklich, er findet sein Selbst nicht und nicht zu seinem inneren Frieden.
Biologisch und ökologisch zu arbeiten und zu leben verlangt ein Leben und ein Arbeiten im Einklang mit der Natur. Dies bedeutet auch, daß in folge ökologischer Wirtschaftsweise entsprechend gesundes Gemüse und Lebensmittel entsteht und natürlich auch Blumen, Bäume, Sträucher, Stauden. Auch diese nicht eßbaren Pflanzen haben durch ökologisches Wirtschaften eine innere Kraft, dieses innere Strahlen, das unsere Seele und unser Gemüt nährt. Es geht ums Ganze, deshalb gilt dieser Grundsatz, daß auf Dauer nur ökologisches Wirtschaften uns nährt für alle Bereiche, nicht nur für Landwirte und Gärtner.