Rundbrief der Blumenschule Schongau
Ausgabe 78 vom 13. November 2011
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Inhalt
• Unser Adventladen ist geöffnet!
• Blumenschule auf Reisen
• Nachrichten vom Cafe der Blumenschule
• Die staade Zeit
• Immer noch Blumenzwiebel
• Monats-Spezial für den Monat November
• Impressum
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Kalenderblatt

Sitzt das Laub fest an den Ästen, kommt der Winter mit strengen Frösten.
Blühn im November die Bäume aufs neu, währet der Winter bis in den Mai.
Je mehr Schnee im November fällt, um so fruchtbarer das Feld.
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Herbst
Rings ein Verstummen, ein Entfärben:
Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
Sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
Ich liebe dieses milde Sterben.
Von hinnen geht die stille Reise,
Die Zeit der Liebe ist verklungen,
Die Vögel haben ausgesungen,
Und dürre Blätter sinken leise.
Die Vögel zogen nach dem Süden,
Aus dem Verfall des Laubes tauchen
Die Nester, die nicht Schutz mehr brauchen,
Die Blätter fallen stets, die müden.
In dieses Waldes leisem Rauschen
Ist mir als hör’ ich Kunde wehen,
daß alles Sterben und Vergehen
Nur heimlich still vergnügtes Tauschen.
Nikolaus Lenau
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Liebe Freunde der Blumenschule!
Jetzt langsam reicht´s mir aber, das schöne Wetter, so sprach mich eine Freundin an. Ich schaute sie ganz erstaunt an, dachte ein bisschen darüber nach und dann stimmte ich zu, tatsächlich! Es ist eben
doch schwierig auszuhalten, diese lange Reihe guter Tage, vor allem jetzt im November, wo alles in uns so sehr auf Rückzug eingestellt ist.
Jetzt beginnt sie, die stille oder bayrisch die staade Zeit. Dazu gehört dann Morgennebel, Regen oder etwas Schnee und Wind, ein „Sauwetter“ eben, vor dem man sich hinter den Ofen verkriechen kann.
Wir Gärtner bringen die letzten Staudentöpfe herein unters Foliendach des Gewächshauses. Damit sind die Pflanzen über den Winter geschützt und treiben im Frühjahr drei Wochen früher aus, wie im Freien. Dabei wird alles gezählt, Inventur gemacht.
Dann bringen wir noch Blumenzwiebel in den Boden, damit unsere Anlagen und Beete im Frühjahr bunt leuchten und dann ist für die Gärtner für dieses Jahr Schluß.
Dann beginnt das Säubern und Abfüllen von Chili-, Tomaten- und sonstigen Samen. Und damit beginnt gleichzeitig schon das neue Gartenjahr, denn es wird das Neue geplant und das Alte abgelegt.
Feiern Sie mit uns in die „staade“ Zeit hinein am 19. November mit Winterlicht und Orakelfeuer und einer wunderbaren Allgäuer Sagenerzählerin, Ulrike Aicher, die uns zu „Totenmond und Rauhnächten“ führt.
Eine ruhigen Gang zurück wünschen
Rainer Engler und Sabine Friesch mit Familie und Mitarbeitern.
Unser Adventladen ist geöffnet!
Alte und neue Brauchtumsbinderei und hochwertiger Weihnachtsschmuck aus heimischer Manufaktur bieten wir in unserem Wintergarten von jetzt bis Weihnachten an. Vieles davon übrigens auch im Internet.
—-> Weihnachtsschmuck aus heimischer Manufaktur
Im Jahreskreis ist die Zeit vor Weihnachten bedeutungsvoll und wichtig für mehr Häuslichkeit, mehr Innenschau, mehr Besinnung. Es ist die Zeit „zum träumen“! Wie ein Samenkorn, das im Boden liegt und vom Keimen, Wachsen, Blühen und Fruchten träumt. Deshalb sind ganz viele Attribute, die in dieser Zeit für Bindereien verwendet werden, Früchte wie Äpfel, die Samen in sich tragen, oder Nüsse und Beerenzweige. Es sind aber auch „Paradiesvögel“ die silbern oder golden glänzen und ebenfalls Hinweise zum Träumen sind.
In der Zeit vor Weihnachten sprechen wir ja von einer Zeit der Erwartung und Vorbereitung auf das kommende, zur Wintersonnwende oder Weihnachten neu geborene Licht. Dabei ist uns der Begriff des Träumens abhanden gekommen – wir regen dazu an, dass wir uns das auch selbst erlauben.
Deshalb gibt es zur Eröffnung am 19. November ab 16 Uhr auch ein Orakelfeuer, bei dem Sabine Friesch zum Ritual anleitet, Neunerlei Hölzer verbunden mit unserem Dank und unseren Wünschen dem Feuer übergeben werden in guter und berechtigter Erwartung.
Blumenschule auf Reisen
Am Donnerstag, den 17.11.2011 findet im Rahmen der 9. UBI – Umweltwoche, im Kolpinghaus in Buchloe um 20.00 Uhr ein Vortrag von Rainer Engler, zum Thema “Gärtnern fürs Leben“, statt.
Dabei geht es darum, was jeder Einzelne für sich tun kann , ohne oder mit Garten. Und was er damit bewirken kann, wie alles miteinander verbunden ist, wie die Lebenslust und Lebensfreude gefördert werden kann, gerade durch eine tiefe Verbundenheit und ein verantwortungsvolles Handeln.
Gerade in den Zeiten von Krisen und sonstigen unschönen Ereignissen und auch in der vorweihnachtlichen Zeit ist es angebracht, auf sich, seine Familie, sein Umfeld zu schauen und dort für Wachstum und Gedeihen zu sorgen.
Immerhin ist das für die meisten Menschen der einzige Bereich, wo sie wirkungsvoll tätig werden können. Gärtnern fürs Leben – eben.
Nachrichten vom Cafe der Blumenschule
Mit Ergeiz und mit Schwung arbeitet das Team im Cafe Blumenschule.
Jeden Tag gibt es ein besonderes, meist vegetarisches Mittagsgericht mit biologischen Zutaten, Gemüse aus der Bio-Gärtnerei der Herzogsägmühle oder aus unserem Garten, frische Kräuter, essbare Blüten.
So waren jetzt um die Mittagszeit viele Gäste noch im Freien und genossen die Spätherbstsonne. Ins Cafe scheint die niederstehende Sonne durch die großen Fenster und wärmt wunderbar, gerade wenn es draußen zu kalt wird.
Neben vielerlei Cafe-Sorten gibt es auch zwei Sorten Chai-Tee der jetzt natürlich besonders angenehm von innen heraus wärmt.
Öffnungszeiten:
Das Cafe ist bis zum 31.12.2011 geöffnet!
Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 16 Uhr
Die staade Zeit
Mit Allerheiligen endet das Gartenjahr, endet auch das alte Kirchenjahr, ungefähr zumindest.
Seit undenklichen Zeiten hatten die Menschen ihr Leben nach dem Jahresrad strukturiert und da war es eben so, dass die Ernte eingebracht war, das Vieh geschlachtet war. So mancher Brauch ist mit Festtagen in dieser Zeit verbunden.
Mit der Martinsgans wurde noch einmal richtig geschlemmt, bevor 40 Fastentage vor Weihnachten begannen. Die Fastenzeit im Sinn von Karneval beginnt ja auch am 11. November. Und am 25. November heißt es dann „Kathrein stellt den Tanz ein“, und damit beginnt dann gänzlich die „staade Zeit“ und das Kirchenjahr.
Orientiert am natürlichen Jahreslauf hatten alle alten Kulturen ihre Festtage angeordnet. Die Katholische Kirche übernahm etwa im 4. Jahrhundert diese Einteilung und setzte Weihnachten zur Wintersonnenwende, Ostern in etwa zum Frühlingsbeginn oder Allerheiligen und Allerseelen auf Samhain.
Auch wenn viele Menschen heute oft wenig verbunden mit der Amtskirche sind, so bestimmen die Festtage doch auch das öffentliche Leben und das ist gut so. Denn wenn wir uns ein wenig besinnen dann spüren wir, dass zu jeder Zeit eine andere Stimmung oder Energie vorherrscht und es uns gut tut, uns darauf einzulassen.
Immer noch Blumenzwiebel
Es ist wohl doch so, dass sich der Herbst mehr und mehr zu einer sonnigen Jahreszeit entwickelt. Von grauem Novemberwetter war zumindest bei uns hier in Schongau im Voralpenland nichts zu sehen.
Das bringt es mit sich, dass unentwegt im Garten gearbeitet wird, auch dann noch, wenn der Rasen gemäht, das Laub gerecht, die Stauden geschnitten oder umgepflanzt sind.
Was dann noch bleibt ist, sich den Garten im bunten Frühlingskleid zu erträumen. Dazu braucht es entsprechende Bio-Blumenzwiebel aus der Blumenschule
Monats-Spezial für den Monat November
Pflanzzeit für Blumenzwiebeln ist jetzt im Herbst. Wir haben Pakete zusammengestellt, die Zwiebeln für die „Verwilderung“ im Garten beinhalten, also geeignet sind für die Pflanzung unter Sträucher oder in Staudenbeete, oder in den Vorgarten oder sogar in Blumenkästen:
Paket 1: „Verwilderung“
mit je einem Beutel Hundszahnlilie, Wildtulpe gelb ‚Tarda’, Wildtulpe „Eastern Star“ und Herbstzeitlose
statt € 20,00 nur € 17,50
Paket 2: „Verwilderung“
mit je einem Beutel Traubenhyazinthen, Schachbrettblumen, Wildtulpen ‚Turkestanika’ und Präriekerze Camassia
statt € 20,00 nur € 17,50
Weißes Paket
mit 10 Krokus, 10 Tulpe White Marvel oder Lady Jane und 8 Narzisse Thalia
statt € 14,50 nur € 12,50
Gelbes Paket
mit 10 Tulpe ‚Tarda’, 10 Tulpe ‚Yokohama’, kleinblütige Narzisse ‚Jet-Fire’
statt € 14,50 nur € 12,50
Hinweis:
Bei Bestellung von mehreren Paketen werden die Verpackungs- und Versandkosten jeweils nur 1 x verrechnet.
Unseren blauen Almanach 2 bieten wir z.Zt. für € 6,50 frei Haus an.
Bestellen Sie den Almanach 2 zusammen mit einem Pflanzenpaket, dann kostet er lediglich € 5,00 als Beipack! Es lohnt sich also in jedem Fall, schnell zu bestellen.
Der Almanach Band1, der Gelbe, ist leider restlos ausverkauft und nur noch antiquarisch zu suchen und zu finden.
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