Rundbrief

Ausgabe 108 vom 13. November 2016

—-> Rundbrief-Benachrichtigung bestellen

Inhalt
Pflanzenräucherungen: NEU! Kraft der Weiblichkeit
Adventkranz – aus Neunerlei Grün
Impressum

Bauern-Wetterregeln für den November

„Sitzt das Laub fest an den Ästen, kommt der Winter mit strengen Frösten.”

„Blühn im November die Bäume aufs neu, währet der Winter bis in den Mai.”

„Je mehr Schnee im November fällt, um so fruchtbarer das Feld.”

Tausend neue Möglichkeiten

Wir brauchen nicht so fortzuleben,
wie wir gestern gelebt haben.

Macht euch nur von dieser Anschauung los,
und tausend Möglichkeiten laden uns
zu neuem Leben ein.

Christian Morgenstern

Liebe Freunde der Blumenschule,
alea iacta est – der Würfel ist geworfen

Wir haben uns entschieden!

Es hat ja eine ganz Weile gedauert, wir waren in einer langen Schwangerschaft bis wir vor einigen Wochen zuerst unseren Mitarbeitern, dann auch den Kunden in Gärtnerei und Cafe sagen konnten, dass wir uns entschieden haben, wie sich die Blumenschule weiter entwickeln soll.

Wir erinnerten uns daran, dass wir vor 25 Jahren unser Projekt begannen mit dem Ziel, in Kursen und Seminaren unser Wissen und Können weiterzugeben und zwar im Rahmen meiner bereits älteren kleinen elterlichen Gärtnerei. Der anfänglichen Euphorie folgte bald Ernüchterung, denn mit dem Ertrag war keine Familie zu ernähren. Es folgten unternehmerische Experimente durch Gründung einer OHG die leider bald scheiterte, durch Gründung eines Online-shops, der nach wie vor gut angenommen wird, durch Eröffnung eines Cafes, das sehr sehr gut läuft, durch Ausweitung der Pflanzenproduktion. So durchlebten wir geschäftlich Tiefen und Höhen, aber auch unsere persönliche Entwicklung war von Tiefen und Höhen geprägt, wie könnte es auch anders sein. Viele Menschen kamen als Mitarbeiter zu uns und erlebten, dass das Projekt Blumenschule auch eine Lebensschule ist, die von jedem Einzelnen fordert, dass er selbstbestimmt Verantwortung für sein Arbeitsfeld und für sich persönlich übernimmt. So wurde diese Lebensphase für viele prägend, sie kamen und gingen. Einige ganz außerordentliche Mitarbeiter begleiten die Blumenschule nun schon von Anfang an oder seit vielen Jahren und bilden mit uns zusammen das Herz der Blumenschule. So kommt es auch, dass dieses Geschäftsjahr voraussichtlich unser bestes Jahr sein wird – und es gab schon Jahre mit tiefen roten Zahlen – und dann hören wir auf?

Nein, wir hören nicht auf, wir wandeln uns!

Zuerst ein Wermutstropfen, denn unsere Claudia, die Leiterin des Cafe´s hört Ende des Jahres auf, weil sie in Kaufbeuren ein Haus gekauft hat und sich darin mit einem kleinen Cafe selbstständig machen möchte. Dadurch bedingt schließen wir das Tagescafe zum Jahresende. Ab kommendem Jahr ist das Cafe für Seminarteilnehmer oder Gäste bei Führungen und Veranstaltungen da.

Die Produktion des großen Pflanzensortiments erfolgt unvermindert für die kommende Saison Frühjahr 2017. Danach, zum 30. Juni 2017 stellen wir die Produktion ein.

Und was kommt?

Wir haben das Seminarprogramm für 2017 fertig gestellt, vom Umfang her entspricht es dem bisherigen und bietet Neues und Bewährtes wie bisher. Ab Juli 2017 wird die Gärtnerei zur Schulgärtnerei der Blumenschule. Eine befreundete Familie errichtet ein Seminarhaus auf dem Gelände, Arbeitstitel „Lechexperimentarium“, für ein eigenes Seminarprogramm zur Naturerkundung für Schüler und Jugendliche, aber auch für Veranstaltungen der Blumenschule. Die große Nachfrage an gärtnerischem Know How für die praktische Arbeit mit Pflanzen im Garten und in den Gewächshäusern, die Bewegung von Urban Gardening, die Potentialentfaltung und Rituale mit Unterstützung von Pflanzen – das alles sind Themen, die uns bewegen, die wir lehren und ausbilden können – welche Form das haben wird, das ist noch ganz offen.

Wenn Etwas einen Abschluss findet und dadurch eine Leere entsteht, drängen sich naturgemäß neue Dinge hinein, die dort einen Platz haben und wachsen wollen. Wichtig ist es uns, dass sich der Ort Blumenschule erhalten und weiterentwickeln kann, für unser treuen alten Freunde, für viele Neue, für unsere Familie, für Mitstreiter als eine Insel in unruhigen Zeiten.

Und was ich im letzten Rundbrief schrieb, hat unverändert Gültigkeit:

Die Herausforderung heute ist es, wie bieten wir unser fachliches und menschliches Erfahrungspotenzial weiterhin an und lernen dabei gleichzeitig von den „Jungen“. Diese haben andere Lebenspläne wie unsere Generation. Sie suchen nach einer ausbalancierten Form um Beruf, Familie und die eigenen persönlichen Bedürfnisse zudem auf eine zutiefst ökologische Art umzusetzen. Das gefällt uns. Dabei und dafür möchten wir Mentoren, „Älteste“ sein. Und innerhalb dieses Wirkens haben Pflanzen, ihre „Essenz, Mystik und Magie“für uns einen zentralen Platz, sind unverzichtbar genauso wie der Ort mit seinem Geist und den Menschen hier.

Damit schließe ich an einem nasskalten Novemberabend und sende schöne Grüße aus der Blumenschule

euer Rainer

Pflanzenräucherungen – NEU Kraft der Weiblichkeit

Als wir zusammen mit Marlis Bader vor über 20 Jahren mit Herstellung und Verkauf von Räucherwerk begannen waren Kenntnis und Wissen um´s geistige Räuchern nur noch als Brauchtumsrelikte vorwiegend im Alpenraum vorhanden. Kranz-9erlei-HölzerDort wurde geräuchert – weil’s der Brauch war – und über die wahren Hintergründe kaum nachgefragt. Es gab „AlpenschamanInnen“, die tiefes Gespür für dieses Ritual hatten und um die Kraft der verräucherten Kräuter „wussten“. Durch Feldforschung, intuitive Arbeit und aufmerksames Beobachten hat Marlis viel Wissen wieder entdeckt, vor allem aber gänzlich Neues dabei aufgedeckt. So unterstützt sie in Aufstellungsarbeiten Lösungsprozesse durch Pflanzenräucherungen.

Während vielfach der Räucherprozess als Raumbeduftung angesehen wird geht es beim Räuchern mit unseren Kräutern und Räuchermischungen vor allem und unterstützende Prozesse zur eigenen Potentialentfaltung, Lösung von Blockaden und Vertiefung wohltuender Entspannung. Die Verwendung drückt sich durch die Namen der Mischungen aus. Ganz NEU hat Marlis eine Mischung zu –> „Kraft der Weiblichkeit“ entwickelt.

Adventkranz – aus Neunerlei Grün
Obwohl der Adventkranz so bekannt und populär ist gehört er nicht zum klassischen “alten” Brauchtum. Entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts breitete sich die Modeerscheinung im Adventskranz 9erlei Grünprotestantischen Deutschland von Norden nach Süden aus. Erst nach dem zweiten Weltkrieg fasste dieses Gebinde Fuß auch in katholisch geprägten Gegenden und bei der ländlichen Umgebung Süddeutschlands. Da Brauchtum meist unterstützende Rituale zum Lebensalltag sind zählen wir Heute auch den Adventkranz, vor allem aber das Selberbinden dieses Kranzes zum vorweihnachtlichen Brauchtum. In ihm vereinigen sich „alte Elemente“ wie Wertschätzung von Licht, kraftspendender Frucht und dem Winter trotzendes Grünzeug mit dem Einbinden von Gedanken, Gefühlen und Hoffnungen in ein Werkstück hinein. Als beliebiges Dekoelement ist der Adventkranz nur eines der vorweihnachtlichen Lichtgebinde, als Ritualgebinde kann er ein sinnstiftender Weihnachtsbrauch sein, der von der ganzen Familie geschätzt und „gebraucht“ wird.

Entwickle dein eigenes Ritual, denn jedes Ritual ist richtig, das mit dem Herzen durchgeführt und verstanden wird. Nicht die Technik und der perfekte Ablauf sind wichtig, sondern wieweit du dich mit dem Inhalt identifizieren kannst. Beschäftige dich mit dem Thema auf allen Ebenen: was hat es auf psychischer, physischer und geistiger Ebene mit dir zu tun, welche Erscheinungen in der Natur sind damit verbunden, welche Mythen gibt es, welche Eigenschaften möchtest du in diesem Zusammenhang bei dir ablegen oder fördern? Das Einbinden von Neunerlei Grün ist eine mögliche Form, sich der unterstützenden Kräfte zu versichern, der auferlegte Schmuck ist sinnbildliche Schönheit und Ausdruck von Freude.

Selbstverständlich kann ein Adventkranz zur Dekoration bei „Adventsfeiern“ oder im Kreise der Familie feierliche Stimmung garantieren, losgelöst von seiner christlichen oder persönlichen Bestimmung.

Sabine führt in Ihrem Seminartag zum –> „Adventkranz binden“ hin zu einer persönlichen Ritualarbeit, leitet an und vermittelt Inhalte zur Wirkkraft der einzelnen Materialien. In Ihrem Buch –> „Magische Pflanzenwege“ wird dieses Thema erörtert und mit Hinblick auf den Jahreskreis in Bezug gesetzt.

Hinweis:
Unseren blauen Almanach 2 bieten wir z.Zt. für € 6,50 frei Haus an.
Bei Pflanzenbestellung kann er beigelegt werden und kostet dann nur € 5,00
Es lohnt sich also in jedem Fall, schnell zu bestellen.

Impressum / Disclaimer / Technisches
Falls Sie diesen Rundbrief unerwünschterweise bekommen, obwohl Sie sich nicht für den Service angemeldet haben, benachrichtigen Sie uns bitte darüber.

Impressum

© 2016 Die Blumenschule, Schongau. Alle Rechte vorbehalten.

Die Blumenschule – Sabine Friesch
Augsburger Str. 62 – D-86956 Schongau
Telefon 08861/7373 – Fax 08861/1272

Homepage: http://www.blumenschule.de
Für Anfragen: Info@Blumenschule.de

Wir verwenden kostenlose Bilder von clipart-kiste.de

Haftungsausschluß

Die Blumenschule übernimmt trotz sorgfältiger Recherche und Überprüfung des Textes keine Gewähr für die gemachten Angaben. Jegliche Haftung für aus dem Rundbrief entstandene Schäden, insbesondere Gesundheitsfolgen, ist ausgeschlossen.

© Copyright 2016 Blumenschule - Alle Rechte vorbehalten. Frontier Theme