Rundbrief

Ausgabe 115 vom Oktober 2018

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Inhalt
Dankbarkeit
Allerheiligen/Allerseelen oder Halloween oder Samhain
Montessorischule Peißenberg – Erdkinderprojekt/a>
Impressum

Bauern-Wetterregeln für den Oktober

Zu Ende Oktober Regen bringt ein fruchtbar Jahr zuwegen.

Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.

Vielleicht stimmt´s und wir bekommen einen richtigen Winter….

Abendstimmung zum Hohen Graben

Liebe Freunde der Blumenschule,

es ist Herbst. Die herrlich warmen Tage, fast unheimlich sind sie, machen uns glauben, dass der nasskalte Herbst und die Übergangszeit zum Winter noch weit entfern seien. Doch unaufhaltsam schreitet alles voran.

So haben wir in Bayern auch die mit Spannung erwarteten Landtagswahlen erlebt und überstanden. Die Hoffnungen sind groß dass endlich wichtige politische Themen angegangen werden und dass sich die ablehnende Haltung gegenüber den geflohenen Menschen wandelt. Wir leben in einem unglaublichen Wohlstand und Überfluss.

Einen Überfluss brachte uns die Erntezeit. Trotz extremer Trockenheit vollendeten sich die Früchte auf den Obstbäumen und brachten eine noch nie dagewesene Fülle. Die Lager sind bis oben gefüllt. Wenn auch die Ackerfrüchte im nördlichen Teil Bayerns und der Republik stark unter der Dürre litten oder gar ganz ausfielen, die Baumfrüchte haben alles gut überstanden. Der Schaden durch abbrechende, überreich gefüllte Äste war größer wie der Schaden durch Trockenheit.
Da ist es schwer zu danken. Wer überreich beschenkt wird, bekommt damit auch eine Last aufgebürdet. Damit setze ich mich gleich unten stehend ein wenig auseinander.

Allerheiligen/Allerseelen und gleichzeitig Halloween oder Samhain naht sich. Das ist ein ganz besonderer Tag, auch dazu folgen unten stehend einige Gedanken. Für uns Blumenschüler ist es eine Zeit um Grabschmuck für den Winter anzufertigen. Mit natürlichen und ausschließlich heimischen, eigenen und regionalen Materialien entstehen sehr anmutige Gebinde, die winterlang die Gedenkstätten schmücken. Wir ehren damit unsere Ahnen, besinnen uns auf unsere Wurzeln, wo wir herkommen und denken daran, dass auch unser Leben nicht ewig sein wird.

Gehen wir gemeinsam ein bisschen bedächtiger und langsamer in dieser Zeit, das tut wirklich richtig gut.

Noch viele warme Herbsttage wünschen Rainer Engler und Sabine Friesch mit allen Mitarbeitern.

Historisches Gartenbild

Dankbarkeit

Es bietet sich an, jetzt im Herbst, zur Zeit der Ernte, dankbar zu sein. Für was Danken? Es wächst doch alles von ganz allein in der Natur!

Wir leben gut gesichert in großem Wohlstand, ich sage einmal, jeder von uns, selbst die, die im Vergleich zu anderen als arm gelten. Es gibt Ausnahmen, immer. Doch von den Armen/Bedürftigen liese sich Dankbarkeit lernen. Denn wer nichts hat ist naturgemäß dankbar dafür, wenn er etwas bekommt.

Wir haben überreiche Obsternte, da ist es schwer zu danken, denn es ist eine Last. Wir haben reichlich zu essen, da ist es schwer zu danken, weil auch das reichliche oft eine Last ist.

Was ist nun besser? Arm sein, Mangel haben oder „reich“ sein, überreich beschenkt von der Natur werden, oder vom Angebot im Supermarkt. Beides ist schwer auszuhalten, ganz sicher aber schafft das ZUVIEL Unmut, Last, Verdruss, Chaos und lässt Dankbarkeit nur schwer aufkommen. Dagegen verschafft uns ein MANGEL Gutes wie: sich mit wenig zufrieden geben, aktiviert unsere Kräfte, baut Schranken ab und lässt uns zusammenrücken oder gar zusammenstehen. Das nur so zum nachdenken!

Ansonsten ist für mich Dankbarkeit oder dankbar sein so etwas wie ein großes JA! Ein Ja zum Augenblick. Dabei versinkt Ärger oder auch die Probleme der Vergangenheit in der Vergangenheit und ich kann sagen, egal was war – es ist doch gut gegangen! Und wem das gelingt, dankbar zu sein für das was er jetzt hat und wie er jetzt ist – der ist wahrlich frei. Der ist frei um sich unabhängig zu entscheiden, mache ich weiter so, ändere ich mich……

Kranz mit Wachsrosen

Allerheiligen/Allerseelen oder Halloween oder Samhain

In katholisch geprägten Regionen wird seit langem schon am 1. und 2. November für die Ahnen ein Gedenktag abgehalten. Von Feier lässt sich kaum sprechen. So es wurden die Gräber gerichtet, die Familie versammelte sich am Grab und gedachte der Verstorbenen und natürlich auch der Heiligen. Diese sind ja auch „Ahnen“ mit besonderen Kräften, Helfer in schwierigen Situationen. Für beide, die Familien-Ahnen wie für die Heiligen werden Fürbitten vorgebracht, sie werden dabei um erneuten Schutz und Hilfe im kommenden Jahr gebeten. Das alles in Schwarz und trüber Stimmung.

Efeuherz mit WachsrosenDas irische/amerikanische Halloween, ein Heiligenfest, ist dagegen fröhlich, hier geht’s um die Geister der Toten, überhaupt verliert hier der Tod seine Schrecken. Und das keltische und irische Samhain, wahrscheinlich der alte Ursprung dieses Feiertags, ist ein jahrtausende altes Mondfest, ein Ankerpunkt im Jahreskreis, liegt im Kalender genau gegenüber von Beltane, dem 1. Mai.

Allen gemeinsam ist, dass die Trennschicht zwischen Leben und Tod jetzt in dieser Zeit sehr dünn ist und deshalb die „Geister“ der Ahnen sich uns zeigen können. Es kann ein Familienfest sein. Die Familie nimmt Aufstellung am Grab, viele nutzen diese Gelegenheit um Altes, Ungeklärtes zu bereinigen oder auch auszustreiten – es kann eine richtige „Familienaufstellung“ werden.

Damit die Toten geehrt sind, werden die Gräber geschmückt, meist mit einem Gebinde, das über den Winter verbleibt. Besonders haltbar sind unsere Gebinde aus der Blumenschule, denn wir verwenden heimische Materialien, ausgeschmückt mit Wachsrosen oder Silberdisteln und einer Vielzahl an Beeren und Nadelgehölzen. Wir versenden diese Gebinde gut verpackt kommen die Pakete rechtzeitig bei Ihnen an.

–> Ritual- und Brauchtumgebinde in unserem Shop

Montessorischule Peißenberg – Erdkinderprojekt

Seit September betreuen Sabine und ich das Erdkinderprojekt Agrar der Schule in Peißenberg. Obwohl es uns gut gefallen hätte, wenn die Kinder in die Blumenschule gekommen wären gab es eine bessere Lösung. In der aufgelassenen Gärtnerei Hutterer bekamen wir Platz in alten Frühbeetkästen und konnten sofort praktisch starten.

Im Erdkinderprojekt sollen Kinder der 7.Jahrgangsklasse Projekte selbstständig entwickeln und ausführen. Sie sollen dabei keine „Gärtner“ werden, sondern landwirtschaftliche Produkte anbauen oder herstellen und vermarkten um zu erleben wie das geht.

So starteten wir mit einem Teeprojekt. Gesammelt wurden Hagebutten, Äpfel, Brennnessel, Spitzwegerich, Brombeerblätter – das war schon alles vorhanden – und bei dem sonnigen wetter trocknete alles ganz schnell in einem kleinen Gewächshaus. Dort hatten wir das sammelgut auf Tüchern ausgelegt. Jetzt steht die Verarbeitung an, wie bkommen wir das Sammelgut schonend zerkleinert, wie viel kommt in welchen Beutel, wie sieht das Logo aus, welche Angaben müssen auf die Verpackung, wie ist der Preis. Der Name jedenfalls ist schon gefunden – MONTE-SORRY-TEE und der Verkauf findet in der Schule und am Weihnachtsmarkt statt.

Ausgesät wurde auch schon. Feldsalat, Asiasalat, Winterpostelein und Spinat. Zur Aussaat wurden die feinen Samen mit Sand vermischt, das erleichterte die Arbeit sehr. Inzwischen ist schon alles gekeimt und wächst unter den Frühbeetfenstern heran um dann ebenfalls in der Schule verkauft zu werden.

Ein Stück Wildnis wurde gemäht. Anschließend mit großen Vliesmatten dicht abgedeckt, so dass über den winter hinweg alle Bodenlebewesen in Zusammenarbeit Gras und Unkraut in Humus verwandeln und die Erde lockern. Auf dieses Beet kommen dann im Frühjahr Kartoffeln.

Und eine Brotzeit gibt es am Arbeitstag natürlich auch und zwar frisches Schwarzbrot mit Frischkäse und ganz ganz viel Wildkräutern, die in der Wiese wachsen: Spitzwegerich, Breitwegerich, Löwenzahn, Gundermann und ein bisschen Schnittlauch. Und so etwas soll es künftig im Pausenverkauf auch geben. Das ist dann ein nächstes Projekt, dem noch viele folgen.

Hinweis:
Unseren blauen Almanach 2 bieten wir z.Zt. für € 6,50 frei Haus an.
Bei Pflanzenbestellung kann er beigelegt werden und kostet dann nur € 5,00
Es lohnt sich also in jedem Fall, schnell zu bestellen.

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