Rundbrief

Ausgabe 116 vom Dezember 2018

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Inhalt
Raunachtszeit – woher kommt das Bedürfnis?
Die Knospen und ihre Heilkraft
Ergotherapie mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Impressum

Bauern-Wetterregeln für den Dezember

Ist’s in der Heiligen Nacht hell und klar, so gibt’s ein segensreiches Jahr.

Ist es grün zur Weihnachtsfeier, fällt Schnee auf die Ostereier.

Dezember kalt mit Schnee, gibt Korn in jeder Höh‘.

Dezember mild mit viel Regen ist für die Saat kein Segen.

Der blaue Edelstein

Wir wissen`s und wir haben`s g´spürt
In diesem Jahr mit eigenem Schweiß
Wohin uns unser Wohlstand führt:
Der Erde wird´s zu heiß!

Da dürstet sommers die Natur
Zum Bach wird dann der Rhein
Dann wächst kein Halm mehr auf der Flur
Wie wird es nächstes Jahr sein?

Wie wird es sein, wenn´s heißer wird?
Wie wird´s, wenn nichts mehr kreucht
Und fleucht und summt und flirrt
Und alles ist verseucht?

Von Mikroplastik, Glyphosat,
Von Elektronikschrott
Von Smog, Asbest und von Nitrat
Die Welt in Atemnot

Wir heizen sie jetzt richtig ein
Die Atmosphären-Sauna
Es wird ein böses Erwachen sein
Für Mensch, Flora und Fauna.

Noch heißer, schneller, höher, geiler
Mehr Geld, mehr Gier, mehr Macht
Raffen, zocken, rennen, eilen
Am Tag und in der Nacht

Ein Leben fern von der Natur
Ein Leben stets auf Speed
Ein Leben auf der schnellen Spur
Dabei heißt´s: All you need

Is love and all you want is peace!
Bleib stehen und schau dich um
Und rieche, fühle und genieß´
Das Leben, sei nicht dumm

Renn dem Zeitgeist nicht hinterher,
Spür in dein Herz hinein
Und sei du selbst, es ist nicht schwer
Ein Freund der Welt zu sein.

Ein Freund des blauen Edelsteins
Strahlend im schwarzen Sternenraum
Ein Freund des Werdens und des Seins
Vom kleinsten Wurm zum größten Baum.

Ein Freund von diesem Erdenball
Mit Wasser, Feuer, Luft
Heimat im endlos Weltenall
Ein Freund von Morgenduft

Von Abendrot, von Sternenrausch
Von Mittagsflirren, Wind,
Bleib stehen und staune, hör und lausch
Fühl wieder wie ein Kind,

Das frühlings in der Wiese steht,
Sommers im Kornfeldrausch,
Das Herbstwindblätterfahnen weht
Und tollt im Neuschneebausch

Und sorg, dass es für jedes Kind
Weiter so sein kann, Jahr für Jahr
Fang an und wenn wir viele sind,
Dann wird das wunderbar!

Zähl nicht auf Putin, Trump, Jinping
Macron, Merkel und die EU
Wer heute einsteigt in den Ring
Der Zukunft, das bist du

Zieh los, mach gleich den ersten Schritt
Nimm Dir was Neues vor
Nimm Mut, Liebe und Freunde mit
Öffne mit Kraft das Tor,

Das Tor zu einem neuen Land
Im Einklang zur Natur.
Nur zu, du hast es in der Hand
Geh los, ja, trau dich nur!

burti 16.12.2018

Entenhaus im Winter

Weihnachtsrundbrief

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Rundbrief

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Liebe Freunde der Blumenschule,

Weihnachten ganz nah, die Spannung steigt! Alles erledigt? Alles?

Wir kennen Alle diese Zeit vor den Festtagen und dem Jahresschluss. So wie es im Sprichwort heißt: Am Abend wird der Faule fleißig – genauso werden viele Menschen jetzt aktiv darin, was noch alles erledigt werden muss, welche Projekte fertig werden müssen……

Da regiert uns der Kopf, der Verstand, dabei werden wir von außen bestimmt, vom „wie es richtig, richtig zu sein hat“, damit mit dem Gefühl von „Geschafft!!!“ uns am Heiligen Abend entspannen und dann familienharmonisch feiern können.

Ist das so?

Meine Erfahrung ist eine andere. Ich erlebte früher, dass durch diese Hektik erst so richtig der Raum geöffnet wird für lange schwelende Konflikte, dass aus kleinsten Meinungsunterschieden wer wann und wie den Baum schmückt, oder pünktlich am tisch sitzt, oder ob zur Bescherung gesungen wird, ganz unvermutet Streit und Missachtung entsteht – und die ganze schöne Stimmung verdorben ist und jeder sein Heil in der Flucht von einander weg sucht.

Ich mag mich wie ein Kind fühlen und freuen. Ich mag Hand in Hand mit meinem Inneren Kind in diese schöne Weihnachts- und Raunachtszeit gehen.

So freue ich mich auf Weiße Weihnachten, auf Schnee. Und egal ob was draus wird, JETZT freue ich mich. Und ich freue mich auf den Christbaum, den zu schmücken, den alten Schmuck ganz Neu aufzuhängen, dabei zu erinnern, dass die gläsernen Eiszapfen mich schon als Kind faszinierten. Es wird wieder ein ganz bunter Schmuck sein, denn so vieles wurde in den Jahren zusammengetragen, erhielten wir geschenkt, fanden es auf diesem und jenen Christkindlmarkt – mit fast jedem Stück kommt auch ein Stück Geschichte hervor. Und ich freue mich aufs „Schlesische Himmelreich“ dieses traditionelle Gericht aus der Heimat meiner Mutter. Es ist besonders, weil es ein Stück gelebte Familientradition ist und Wertschätzung und Achtung für die Ahnen „einverlaibt“ wird. Ich freue mich, dass wir uns fast nichts schenken, nur die Enkel bekommen ein Päckchen. Aber wer weis, vielleicht bekomme ich auch eins, wer weis….?

Ich liebe es sehr, im Alter ein bischen weiser zu werden und gleichzeitig mit meinem Inneren Kind einen Dialog zu führen. Dabei bereue ich keineswegs wie es früher war. Das war auch gut wie es war. Und doch hätte es mir gut getan, vom Nikolaus, vom Christkind oder von einem alten Mann mit weißem Rauschebart den Rat zu hören, lass los, entspann dich. Alles ist gut so wie es ist, freu dich wie ein Kind!

Eine friedvolle, staade Zeit mit sich und Ihren Lieben
wünschen Rainer Engler und Sabine Friesch mit den Mitarbeitern der Blumenschule

Sabine und Rainer

Raunachtszeit – woher kommt das Bedürfnis?

Meist hilft ein Blick in die Vergangenheit, wenn sich die Frage stellt, warum ist das, woher kommt das?

In Vorzeiten ohne elektrischem Licht und den anderen modernen Errungenschaften, waren die Menschen gezwungen, ihr Leben dem Jahreskreis der Natur anzupassen. In der Zeit nach Allerheiligen ruhte die Feldarbeit, die Ernte war eingebracht und verarbeitet, die Tage wurden kürzer und an langen Abende bei Kerzenschein rückte die Familie in den Stuben zusammen. Dort wurden Geschichten erzählt, Märchen für die Kinder, aus der Bibel oder aus der Edda, der nordischen Sagenwelt für die Erwachsenen. Und wenn es draußen stürmte, wie leicht einmal um diese Jahreszeit, die Fensterläden klapperten, Bäume rauschten, es wetterte, dann ging die Sage von Wotans oder Odins Wilder Jagd um.

Begründet aus dieser Mythologie heraus, ist verschiedenes Brauchtum, vor allem das Räuchern mit Kräutern aus dem Kräuterbuschen oder Harzen von Nadelhölzern (Fichte, Tanne, Kiefer) oder Weihrauch, Myrrhe und Styrax, die orientalischen Räucherstoffe. Da Wotan/Odin mit den zwei Raben auch in die Zukunft sehen konnte, wird in den 12 Heiligen Nächten von Weihnacht bis Hl. Drei König auch orakelt, für jeden Monat eine Nacht, am bekanntesten ist dieses Orakel an Sylvester mit Bleigießen.

Altes Brauchtum wird neu belebt. Im Salzburger Land und angrenzendem Oberbayern sind die haarigen Perchten unterwegs, sinnbildlich für Dämonen und Geister und um eben diese zu vertreiben. Hier hat Rauhnacht mit dem haarigen Pelz der Perchten zu tun, die mit ihren schiachen Masken die Geister und Dämonen vertreiben. Die Wiedererweckung des Archaischen wird heutzutage als folkloristisches Brauchtum zelebriert, den Menschen gefällt es, sie kommen zu den Umzügen.

Was aber steckt dahinter, welches tiefe Bedürfnis?

Zum Einen ist es ein tief verwurzeltes Grundbedürfnis, sich mit der Natur eins zu fühlen und dabei Sicherheit gewinnen. Verbünde ich mich mit den Naturkräften, dann bin ich „Freund“ und nicht mehr bedroht. Damit das so bleibt, bringe ich „Opfer“ im übertragenen Sinn, so wie es die Menschen immer schon taten. Diese Opfer sind eher Gaben, Geschenke, Liebesbeweise, es ist auch die Anerkennung, dass es „Höhere Mächte“ gibt. Durch diese Bescheidenheit endet jede kriegerische Auseinandersetzung, es ist wie es ist und der Blick geht nach vorn.

Der Rauch, der beim Räuchern entsteht ist ein Anzeiger, er macht die geistigen Welten ein wenig sichtbar. Die in ihm gelösten pflanzlichen Wirkstoffe wirken tatsächlich, bringen Altes und Verborgenes ans Licht und damit in Lösung. Was vorher im Verborgenen Unheil anrichten konnte dient jetzt sichtbar und erkannt heilbringend und fördert das Leben.

Das meiste davon ist nicht messbar, unterliegt dem „Glauben“ daran, lässt sich jedoch erkennen durch seine Wirkung, die es zweifelsohne tut.

Je aufgeklärter und vermessbarer die Alltagswelt wird, desto größer der Bedarf und Wunsch nach geheimnisvoll und mythologisch Verborgenem, das dennoch wirkt. Ganz individuell und für jeden ein wenig anders. Darin liegt der Reiz, aber auch die Befriedung menschlichen Wünschen und Sehnens. Damit sind wir nicht Zauberlehrlinge, sondern Verbündete mit den uns wohlgesonnenen Kräften der Natur.

Zu Brauchtum der Raunachtszeit hier ein wunderbarer Artikel von Natura Naturans – Margreth Madejsky: –> Magische Weihnachten- und Raunachtsbräuche

–> Ritual- und Brauchtumgebinde in unserem Shop

Die Knospen und ihre Heilkraft

Die Knospen und ihre Heilkraft

Als Gärtner und Florist/Blumenbinder interessieren mich die Knospen von Baum und Strauch aus zwei Gründen. Da ist zuerst der Baum- und Strauchschnitt, vor allem bei Obstgehölzen, aber auch bei vielen Ziergehölzen. Da alle Frühjahrsblüher bereits im Herbst ihre Blütenknospen bilden, diese auf Grund ihrer besonderen Form und Größe leicht erkennbar sind, ist es nicht schwer, die Bäume und Sträucher im Winter so zu schneiden, dass eine möglichst gute Blüte, verbunden mit einer guten Ernte erfolgt.

Für Floristen/Blumenbinder sind die Blütenzweige dieser Pflanzen Geschenke, lassen sich doch fast alle problemlos im Wasser bei Wärme antreiben und damit vor ihrer Zeit in Blüte bringen. Damit bereichern sie im Frühjahr das Blumenangebot und nähren mit ihrer Schönheit unsere Seele..

Diese Zweige eignen sich auch zum Orakel, wenn sie am Barbaratag geschnitten werden.

Ihre richtige Heilkraft entwickeln sie jedoch dadurch, wenn sie zur rechten Zeit geerntet und als Tinktur angesetzt werden. Dies ist zwar uraltes Kräuterwissen, war aber lange Zeit unbeachtet, fast vergessen. Jetzt aber wird altes Wissen neu erforscht und auch zeitgemäß interpretiert. Die Gemmotherapie macht das „Lebendigste“ der Pflanzen – nämlich die Knospen, Triebspitzen und die jungen Schösslinge – als Regenerations- und Heilkraft für den Menschen nutzbar.

Ein Gemmotherapeutikum wirkt gemäss naturheilkundlicher Erfahrung reinigend, ausleitend und regulierend. Die Mittel regen die Bildung einer bestimmten Zellenart (Makrophagen) an, die letztlich eine Beschleunigung der Ausleitung oder Ausscheidung bewirken. So wird der „Bakterienfriedhof“ im Körper rasch entfernt und weitere „Verstopfungen“ im Grundgewebe werden verhindert.

Das Sammeln und die eigene Herstellung von z.B. alkoholischen Auszügen zeigt uns Sabine Wöhrle in der Blumenschule im Halbtageskurs: Gemmotherapie am Freitag 29. März 2019 14 – 18 Uhr Kursgebühr 60 € –> Gemmotherapie – Die Heilkraft der Pflanzenknospen – Werkkurs mit Sabine Wöhrle

Ergotherapie mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Seit nunmehr einem Jahr habe ich Gelegenheit mit jungen Menschen in einer Ergo-Gruppe zusammen zu arbeiten. Junge Menschen mit seelischen Nöten bewältigen den „normalen Alltag“ nicht. Manchmal ist selbst die Schule oder gar ein übliches Praktikum für sie nicht leistbar. Ich beobachte, dass es schon immer Menschen gab, die mit dem „allein ihren Mann oder Frau stehen“ Schwierigkeiten haben, doch dafür gab es früher auf landwirtschaftlichen Höfen, in Gärtnereien und so manchem Handwerksbetrieb einen guten Platz. Der Bauer und seine Frau, der Meister und seine Frau nahmen sich solcher Menschen an und gaben Halt und Führung und meistens war es gut so. Oft genügte eine begrenzte Zeit und die „Spätentwickler“ standen auf eigenen Füßen. Leider ist dafür heutzutage wenig Zeit, Raum und Geduld. Diese Menschen werden „klinisch“ betreut oder sind betreut in einer Einrichtung. Und genau dort bin ich seit einem Jahr, einmal in der Woche, für eine Stunde, denn mehr möchte man den Menschen nicht zumuten um sie nicht zu überfordern.

Diese Herausforderung macht mir sehr viel Freude. Da ist der Garten. Ein idealer Ort der Natur zu begegnen. Denke ich! Doch ich täusche mich, denn es gibt Menschen, die wollen alles betonieren, die greifen auf keinen Fall in Erde, die ängstigen sich vor jeder Ameise, Käfer, Spinne. Ich entwickle neue Arbeitsmethoden mit Geräten am langen Stil und beim Legen von Tulpenzwiebeln wird das Loch mit Hilfe eines längeren Pfahls gemacht, das geht auch.

Ich suche immer danach, was kann gelingen und fahre damit gut. Besonders erfolgreich war die Sensorik-Stunde. Fünf unterschiedliche Pfefferminz-Sorten wurden verkostet. Zuerst einzelne Blätter, wie ist der Geschmack, wo im Körper gibt es eine Reaktion und dann der Teeaufguss, wie lange ziehen lassen, lieber pur oder mit Schwarztee gemischt, wie ist jetzt das Aroma und natürlich die Beliebheitsskala.

Jedenfalls kann ich nach einem Jahr feststellen, selbst mit nur einer Stunde in der Woche kann es gelingen, diese Menschen zu begeistern. Meine Erfahrungen baue ich im kommenden Jahr aus. Und wer weis, vielleicht gelingt es gerade durch die Erfahrungen, die diese Menschen mit Pflanzen machen, sie ganz tief im Inneren zu berühren und zu helfen, dass sie sich der Welt und dem Leben wieder mehr zuwenden können.

Mit diesem Bericht entlasse ich Euch in die Staade Zeit, sende Wintersonnwendgrüße, hoffe auf eine Weiße Weihnacht und bedanke mich für Treue und Begleitung.
Bleibt uns wohlgesonnen

Rainer Engler und Sabine Friesch mit allen Mitarbeitern.

Hinweis:
Unseren blauen Almanach 2 bieten wir z.Zt. für € 6,50 frei Haus an.
Bei Pflanzenbestellung kann er beigelegt werden und kostet dann nur € 5,00
Es lohnt sich also in jedem Fall, schnell zu bestellen.

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