Rundbrief

Ausgabe 117 vom Frühlingsanfang 2019

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Inhalt
Frühling – Frühjahr 2019
Friday – Volksbegehren – und der Mut zum Wandel
Permakultur in der Blumenschule
Impressum

Bauern-Wetterregeln für den März

Märznebel bringt keine Not, aber Aprilnebel nimmt Wein und Brot.

Maulwurfshaufen im März zerstreut, lohnt sich wohl die Erntezeit.

Wenn der März nicht tut, was er soll, ist der April der Launen voll.

Wenn im März die Kraniche zieh’n, werden bald die Bäume blüh’n.

Taubenschwanz an Salbei

Liebe Freunde der Blumenschule,
ein richtiger Winter mit viel Schnee, langer Frostperiode, dann schleckt die Sonne den Schnee weg, der März bringt viel Wind und Regen mit Schnee gemischt und jetzt wird’s kontinuierlich wärmer. Es ist ein Witterungsverlauf wie aus dem Bilderbuch, ganz ungewohnt und doch wie selbstverständlich – jedoch nur im Voralpenland.

Wie ihr sehen könnt, sind wir hier im Süden von Bayern vom Wettergott bevorzugt, denn schon von Augsburg an nordwärts ist der Winter ganz anders verlaufen. Dort gab’s wenig Schnee, wenig Niederschläge, weniger Kältegrade und war somit die Wetterveränderung deutlich spürbarer. Darauf haben wir uns einzustellen und gleichzeitig haben wir zu tun. Jeder einzelne von uns hat zu prüfen, was kann ich tun für Natur und Umwelt?

Als erste Maßnahme zur Heilung bei körperlichen oder seelischen Beschwerden, und dabei sehr wirkungsvoll gilt eine Musterunterbrechung. Damit ist gemeint, dass eingefahrene Geleise verlassen werden. Allzu gewohntes verändert wird, das Gegenteil des üblichen getan wird. Dieser Perspektivenwechsel allein setzt jede Menge Prozesse in Gang, die meisten sind heilender Natur. Darüber weiter unten mehr.

Mit Frühlingsbeginn frischen wir Blumenschüler unser Outfit auf, es gibt einen neuen Auftritt im internet bei Shop und Website. Warum und wieso erfahrt ihr gleich anschließend.

Der Frühling bringt es auch mit sich, dass wir Blumenschüler aus einer Stagnation heraus kommen, die uns der altersbedingte Zuschnitt unserer Aktivitäten gebracht hat. So hat sich etabliert, dass wir samstags immer von 9 bis 15 Uhr den Verkauf in der Gärtnerei geöffnet haben und uns zu dieser Zeit auf jeden Besuch freuen. Bestellungen können immer vormittags abgeholt werden.

Die Blumenchule am 20. März um 19 Uhr in der Sendung STATIONEN

Das BR-Fernsehen war da und sendet am 20. März um 19 Uhr in der Sendung STATIONEN einen Beitrag über unsere Arbeit.

Wie mit Pflanzen sprechen, das zeigt Rainer Engler und Sabine Friesch erklärt schamanisches und volksheilkundliches Brauchtum im Frühjahr.

In der Gärtnerei, geschützt in den Gewächshäusern, wachsen die Pflanzen freudig heran. Wir bieten ein tolles Sortiment an Sommersalbei, den unerschöpflichen Nektartankstellen für Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und sonstigen Insekten und zugleich unermüdliche Blüher von Mai bis Ultimo. Die farbkräftige, bunte Bienenweide aus 1001-Nacht (schon seit 25 Jahren) gibt es für alle, die eine Blumenwiese im Balkonkasten anbieten möchten und damit ihren persönlichen Beitrag für die Bienen und Insekten leisten.

Einen tollen Start ins neue Pflanzenjahr auf Balkon, Terrasse oder Garten

wünschen Rainer Engler und Sabine Friesch mit den Mitarbeitern der Blumenschule

Schneeglöckchen und Winterlinge

Frühling – Frühjahr 2019

Gehen wir gelassen in den Garten oder machen einen Spaziergang im Wald, haben dabei Zeit und Muse, dann erleben wir jetzt gerade das alljährliche Frühlingswunder. War vor ein paar Tagen noch Kälte, Schnee und Eis bestimmend, so verändert sich jetzt täglich die Natur, erwacht und zwar mit solch einer Kraft und Vitalität, dass man es kaum für möglich hält. Jeden Tag sind Blätter länger, dicker, größer, jeden Tag öffnen sich neue Blüten, jeden Tag mehr Gesumme und Gekrabble und Gepfeife, eine große Fülle an täglich neuer sinnlicher Wahrnehmung.

Dank Internet können wir schnell und einfach unsere Freunde und Kunden informieren. Wer öfter im Internet unterwegs ist hat bestimmt bemerkt, dass nicht nur you-Tube-Filme immer mehr werden, sondern auch Podcast, Webinare und Internet-Congresse immer mehr angeboten werden. Das Angebot an „Wissen“ ist unglaublich groß, man könnte sich den ganzen Tag mit „Wissen“ „zufüllen“ und „zumüllen“ lassen.

Wer diesen Rundbrief liest ist auch Opfer dieses Konsumverhaltens und es ist schwer, für Leser wie auch für uns als Anbieter, ein gutes Maß zu finden. Wir haben unseren Shop und die Homepage geliftet, modernisiert, angepasst. Für Euch sichtbar ist ein „modernerer“ Auftritt, im Hintergrund sind es technische Verbesserungen.

Obwohl der Verkauf via Shop unpersönlich ist, versuchen wir durch Nachfrage und das Angebot zum Dialog via E-Mail einen persönlichen Kontakt herzustellen, das ist uns wichtig und der Kontakt wertvoll. Nutzt diese Möglichkeit für jede Art von Fragen zu Pflanzen, zum Räuchern, zu Brauchtum, zum biologischen Gärtnern.

Sommersalbei mit Hummel

Friday – Volksbegehren – und der Mut zum Wandel

Für uns ist dieses Jahr dennoch manches anders.
Da gab es das Bienen-Volksbegehren in Bayern mit bekannt überwältigend zustimmendem Ausgang. Und gleichzeitig den Protest vieler Bauern, die sich perönlich angegriffen, bedroht und unverstanden fühlen. Kurz gesehen vielleicht verständlich, doch global gesehen offenbart sich damit unser gesammtgesellschaftlicher Friday – Volksbegehren  - und der Mut zum WandelMissstand verfehlter Agrarpolitik und verfehltem Wachstumswahn.

Zuerst jedoch ist das Ergebnis dieses Volksbegehrens die Aufforderung am runden Tisch neue Perspektiven und neue Ziele zu formulieren und als Gesetz auf den Weg zu bringen. Dafür war es auch endlich Zeit!

Da gibt es die Friday-Schüler-Demos. Was anfänglich mit gönnerhafter Bewunderung für eine schwedische Schülerin bedacht wurde entfaltet inzwischen Wirkung und kann vielleicht der Anfang für den Wandel sein, den weder Politik noch Wirtschaft in Gang setzen wollen oder können. Wir sind alle darüber informiert, dass unser konsumorientiertes Leben unangemessen ist, schädlich für Natur und Umwelt und dass es sooooo nicht weitergehen kann.

Doch wirksame Veränderungen gibt es nicht wirklich. Wir beruhigen allenfalls unser Gewissen, indem wir weniger oder kein Fleisch essen, auf dieses oder jenes verzichten. Die Statistiken bringen aber ans Licht, dass keine spürbaren Veränderungen geschehen. Also woher sollen Veränderungen kommen, wodurch ausgelöst? Woher kommt die Kraft und der Mut und die Entschiedenheit und der Wille und dann auch die Tat? Woher?

Für alle Veränderungen braucht es eine „kritische Masse“, also eine gesammelte Kraft, die stark genug ist für entscheidende Veränderung. Ich hoffe und glaube fest daran, dass es die Schüler, Jugendliche und Kinder sind, dass sie es sind, die sich ihre Zukunft einfordern und zurückholen.

Und ich wünsche mir sehr, dass ich es noch erlebe sagen zu können, 1968 war ich dabei um gemeinsam mit anderen auf der Meisterschule Wertschätzung, Mitbestimmung und Mitverantwortung durchzusetzen, und 50 Jahre später 2019 durfte ich miterleben, wie erheut eine Veränderung von unten begann.
Es bleibt interessant und spannend.

Permakultur in der Blumenschule

Schlagworte tauchen auf und kennzeichnen Themen, die angesagt sind, die oft Neu und aktuell von Interesse sind. So auch die Permakultur. Dazu gab es vor etlichen Jahren in der Blumenschule bereits Info-Kurse mit Jochen Koller, dieses Jahr einen Werkkurs für Permakultur im Hausgarten, die Nachfrage ist groß.

Schon vor Jahren, als ich noch wenig von Permakultur wusste und verstand, haben mein Vater und später ich in der Gärtnerei eine Reihe von Permakultur-Prinzipien durchgeführt, weil wir mit der Natur und den Pflanzen gearbeitet haben. Manches geschah auch aus einer finanziellen Not heraus, das Geld reichte nicht um Maschinen und neue Gewächshäuser mit mehr Technik zu bauen.

Also richtete man sich so ein, dass man durch ein an die Jahreszeiten angepasstes Gärtnern mehr mit der Natur arbeitete, eigenen Kompost verwendete, Mischkulturen und kleine Sätze (Mengen) anbaute, samenfeste Sorten verwendete, selbst Samen erntete, Hühner und Enten als Helfer im Garten hatte, nahezu keine „Schädlinge“ bekämpfte, überhaupt den Begriff „Kampf“ und weitere militärische Begriffe aus dem Wortschatz entfernte.

„Permakultur ist ein Tanz mit der Natur, wobei die Natur führt“ ist eine wunderbare Metapher für diese Art des Gärtnerlebens, überhaupt des Lebens. Viele Menschen haben Sehnsucht nach einem schwer beschreibbaren Etwas, was durch einen derartigen Umgang mit der Natur erlebbar ist. Möglich wird es allerdings erst dann, wenn eine Reihe von individuellen Ansprüchen aufgegeben werden und ersetzt wird durch das Einlassen auf den Rhythmus der Natur, die Gegebenheiten des Ortes, durch die Bereitschaft zur Gemeinschaft um nur einige wenige Voraussetzungen zu skizzieren.

Sobald eine Einstimmung erfolgt und ihr euch mit Permakultur und den Prinzipien befasst, tritt Veränderung ein, denn das Verstehen von Zusammenhängen zwingt sofort zu Veränderung des Lebenstils und Musterunterbrechungen ziehen immer Veränderungen nach sich.

Schon die Idee der Selbstversorgung mit eigenem, selbst angebautem Gemüse, Salat, Kräutern und Blumen führt unweigerlich zu Veränderung, neuer Wertschätzung, anderer Bewusstheit, zu einem Verstehen von Zusammenhängen, zu Mitgefühl und Empathie, zum Herausnahmen von Tempo und Stress. Schön, dass bereits auf Balkon und Terrasse damit begonnen werden kann.

Mut und Tatkraft, Selbstbestimmtheit und Zeit für Muse und Gemeinschaft

wünscht Rainer Engler und Sabine Friesch mit allen Mitarbeitern.

Hinweis:
Unseren blauen Almanach 2 bieten wir z.Zt. für € 6,50 frei Haus an.
Bei Pflanzenbestellung kann er beigelegt werden und kostet dann nur € 5,00
Es lohnt sich also in jedem Fall, schnell zu bestellen.

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Die Blumenschule – Sabine Friesch
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Telefon 08861/7373 – Fax 08861/1272

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