Rundbrief

Ausgabe 114 vom August 2018

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Inhalt
Unser Schwimmteich
Herbstblues
Vegan oder „Ich denke nach“
Impressum

Bauern-Wetterregeln für den August

Ist der August am Anfang heiß, wird der Winter streng und weiß, stellen sich Gewitter ein, wird’s bis Ende auch so sein.

Erklärung: Liegt die mittlere Höchsttemperatur in der ersten Augustwoche bei 25 Grad oder darüber, ist die Anzahl der Tage mit einer Schneedecke im kommenden Winter überdurchschnittlich hoch. Das zeigen auch neuere statistische Untersuchungen.

Es pflegt im August beim ersten Regen die Hitze sich zu legen

Darauf hoffen wir alle!

Hummelschaukel

Liebe Freunde der Blumenschule,

was macht ein Gärtner bei dieser Sommerhitze? – Giessen!! Natürlich, welche Frage.

Doch er kann sich dann im kühlen Büro dranmachen, einen Sommerrundbrief der Blumenschule zu schreiben.

Er soll leicht werden, leicht zu lesen, ohne schwere Gedanken, vielleicht erfrischen wie ein Glas Wasser oder ein Bad in unserem Schwimmteich.

Genau!

Erfasst uns doch in anderen Jahren, wenn es Anfang August regnet, die Sehnsucht nach dem Süden. Außerordentliches geschieht in diesem Jahr und macht uns unmittelbar deutlich, wie sehr wir abhängig sind von „normalen“ Witterungsabläufen.

Bei früheren Rundbriefen fiel mir bereits auf, wie sehr ich mich, mein Handeln und meine Berichte von der aktuellen Witterung beeinflussen lies. Die Stimmungslage ist vom Wetter abhängig, trotz flotter Sprüche wie „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Und als Gärtner weis ich um die Notwendigkeit des sich ständig ändernden Wetters und freue mich über Sonne wie über Regen und Wind. Und jetzt?

Wo bleibt die Freude?

Jetzt werden die nicht enden wollenden Sommertage zur Last.

Wir bereiten uns vor auf einen blumigen Herbst. Die durch Samen vermehrten Hornveilchen gibt es im Herbst und Frühjahr in großer Farbenvielfalt. Doch sie sind kurzlebig, werden schnell lang, sobald die Frühsommertage wärmer werden. Die „alten“ Hornveilchensorten, die über Stecklinge vermehrt werden, blühen dagegen nahezu das ganze Jahr über, brauchen dafür aber im Sommer Schatten, denn auch sie lieben die Sommerhitze nicht. Diese „alten“ Sorten haben besonders schön gezeichnete Gesichter und unterscheiden sich dadurch von den „mainstream“ Samensorten. Jedenfalls haben wir einige Sorten vermehrt und bieten diese für die Herbst – Winter – Frühjahrsbepflanzung von Balkon und Terrasse aber auch fürs Beet an.

Außerdem gibt es gegen den „Herbst-Blues“ ein blaues winterhartes Salbeipaket und damit wieder etwas Neues aus der Blumenschule.

Weiterhin einen schönen Sommer mit ein bischen mehr Regen und Wind wünschen
Rainer Engler und Sabine Friesch mit allen Mitarbeitern.

Unser Schwimmteich

Ungefähr 200 qm groß ist er, dazu ein Naturteich ohne Zu- oder Ablauf. Ich schwimme an einem langgezogenes Achteck entlang, aus Lärchenholzriegel und 230 cm tief. Das ist wichtig, denn dadurch bleibt das Wasser auch jetzt verhältnismäßig kühl.

Dabei begleiten mich zartgelbe und rosa Seerosen Hinter einem schmalen Rundweg wiegt sich ostseitig eine geschlossene Hecke Chinaschilf im Wind und spielt eine leise Melodie. Effektive Mikroorganismen und ein Schaubergerscher Kupfertrichter mit stetig plätscherndem Wasserlauf reinigt unser Wasser klar bis auf den Grund.

Von dieser Idylle an diesen Ort gebunden genießen wir die langen, mildwarmen Abende bis noch lange nach dem Sonnenuntergang. Zeit für Gespräche gleichermaßen wie für ein andächtiges Hineinlauschen in die Dunkelheit. Ab und zu ein Frosch, die Fledermäuse flitzen übers Wasser unsere Graskarpfen platschen, wenn sie nach Insekten schnappen und über allem leuchtet großartig der Sternenhimmel mit dem jetzt langsam schmäler werdenden Mond, der immer später im Osten aufsteigt.

Herbstblues

3 wirksame Tips gegen den Herbst Blues, was haben sich die Blumenschüler da bloß ausgedacht? 
Jetzt, Mitten im Hochsommer kommen sie mit 3 wirksamen Tips gegen den Herbstblues an. das ist jetzt aber wirklich ganz und gar daneben. Eben nicht! Warum? Das erkläre ich sofort.


Bereits das ganze Frühjahr und den Sommer bewerben wir die phantastischen, dauerblühenden Sommersalbei, Fruchtsalbei und andere Salbeikostbarkeiten und erhalten dafür begeisterte Rückmeldungen.

Nun gibt es auch besondere, von Hochsommer bis weit in den Herbst hinein in leuchtendem Blau blühende Salbeiarten. Diese Salbei haben bereits mit ihrer Blüte begonnen, aber eben erst einmal begonnen. Denn so richtig setzt die Blüte erst dann ein, wenn die kräftigen Jungpflanzen eingewachsen sind.

Dann allerdings sind sie echte Leuchtpunkte auf Balkon und Terrasse oder auch im Beet. 
Die blaue Farbe beginnt abends zu leuchten (Blaue Stunde) oder eben im Herbst wenn die Tage deutlich kürzer werden und die gesamte Lichtmenge geringer ist – was ja wiederum Ursache und Grund für den Herbst Blues ist. 


So, jetzt schließt sich der Kreis, leuchtende blaue Farbe und Blütenfülle ist wirksam gegen den Herbst Blues. 
Und wo sind jetzt die 3 wirksamen Tips? Ja, es sind eben die drei verschiedenen Salbei. Das ist die Hummelschaukel S. uliginosa in hellem Blau, S. azurea in azurblau und S. Blue enigma in sehr dunklem, reinen Blau. Sie sind zudem winterhart, brauchen im ersten Jahr oder überhaupt etwas Winterschutz, wobei eine gute Laubdecke oder anderer Mulch gute Dienste tut.

Vegan oder „Ich denke nach“

„Verschärfte Wahrnehmung“ von Bernd Ulrich im ZEIT-Magazin der letzten Woche war der sehr persönliche Bericht des Politikchefs der ZEIT, bekannt für ausgewogene Berichterstattung. Darin schildert er sein Erleben von einem Jahr Veganer zu sein. Sehr lesenswert nicht nur dann wenn du Veganer bist oder werden willst.

Es geht darin auch nicht darum, Menschen als Veganer anzuwerben sondern ich verstehe diesen Artikel als Aufforderung darüber nachzudenken und dann entsprechend zu handeln, wie wir leben, essen, konsumieren und unsere Meinungen vor uns hertragen mit dem Anspruch, Alles für Alle richtig zu wissen.

Es ist der Titel: „Verschärfte Wahrnehmung“ der mich auffordert, zuerst einmal jenseits von Meinung und richtig und falsch meinen eigenen Alltag und mein Verhalten „Wahrnehmen“. So verstehe ich Bernd Ulrich auch als Journalist, dass er wahrnimmt, was geschieht in seinem Umfeld, als er sich veränderte und Veganer wurde. Und also berichtet er darüber. In Leserbriefen kommt totale Zustimmung oder totaler Verriss.

Ich mag es gern, wenn sich für mich Veränderungen ergeben oder ich welche initiiere und mich damit verändere. Das Leben als Abenteuer ist mein Ziel. Doch welche Chancen bieten sich mir noch? ‚Was wären denn noch echte Abenteuer?
Mein Alltag bietet mir Gelegenheiten. So denke ich: Vegan zu essen ist eine davon – vielleicht nur für eine gewisse Zeit, das ist dann wie Fasten, sich dem Genuss entsagen, den Essen mir meist bietet. Medikamente braucht mein Körper nicht.

Allerdings: Meine fast 97jährige Mutter bekocht Sabine und mich täglich nach alter Schule, mit unendlich viel Erfahrung und Raffinesse. Es gibt wenig Fleisch – denn das ist kostbar. Das weis sie, weil sie auf einem Bauernhof aufwuchs. Es gibt viel Käse, Eier, Quark weil das auf dem elterlichen Bauernhof vorhanden war. Kartoffeln und Kräuterquark als Mittagessen, hmmmm! Und sonst: Obst, Gemüse, Fleisch vom BIO-Bauern.

So bin ich sozialisiert und ich werde mit 71 Jahren nicht mehr Veganer, doch vielleicht meine Enkelkinder. Die Familie meines Sohnes ernährt sich „Paleo“ das ist Steinzeiternährung. Dabei haben alle 5 Familienmitglieder überflüssigen Pfunde abgebaut, sind „gesünder“ aber das lässt sich ja schwer messen. So werden meine Enkelkinder anders sozialisiert und werden sich vielleicht einmal vegan ernähren wollen.

Inzwischen denke ich weiter nach, über meine Automatismen beim Essen und auch sonst in meinem Leben und welche Abenteuer auf mich warten – Rohköstler vielleicht –da bin ich dann als Gärtner ganz im Paradies.

Hinweis:
Unseren blauen Almanach 2 bieten wir z.Zt. für € 6,50 frei Haus an.
Bei Pflanzenbestellung kann er beigelegt werden und kostet dann nur € 5,00
Es lohnt sich also in jedem Fall, schnell zu bestellen.

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